1Philomenes (gibt) den gegenwärtigen und künftigen Menschen folgende Instruktionen:
2Falls ein anderer später einmal der Herr des Grundstückes sein wird,
3der unserer Familie fern steht, dann tut er recht:
4zu allererst in Hymnen zu preisen den großen Gott; sodann zu bringen
5zum hochheiligen Tempel für die allmächtige Dreifaltigkeit
6am sechsten Tag als Gaben, die dem göttlichen Christus gefallen,
7für Brüder und Schwestern, für Kinder und Eltern,
8für Ehemänner und Ehefrauen, für Angehörige, die vordem gewesen sind,
9zwölf rundförmige Brote und süßen Wein,
10gleich wie Schnee bzw. wie Sonnenstahlen. Und (dann) es ist nötig,
11das, was verlangt wird, zu erfüllen: den Toten Räucherwerk zu opfern;
12ferner die Gräber der Verstorbenen, die sich in der Nähe (der Kirche) befinden, zu betrachten,
13ob nicht, herabgeschwemmt durch winterlichen Regen,
14die weißen Knochen der Entschlafenen unter der Erde in kläglichem Zustand sind;
15und, um diese besorgt und vorausahnend das große Unheil,
16die (Grab)kammern fest zu erhalten und unbeschädigt; zu ihnen Licht
17zum Gefallen zu bringen in der Nacht - denn das ist die Ehre der Verstobenen;
18ferner den Armen, aus den verfügbaren Lebensmitteln schöpfend,
19genügend zu geben - denn auch sie haben ihr Recht;
20ferner hochbelaubte Bäume zu ziehen und zu hegen,
21dass nicht die Zeit das Gebäude im Kreislauf der Jahre
22durch schrecklichen Schnee aus wildtosendem Sturm
23mit tückischen Tropfen, die auf das Haus fallen,
24in trauriger Weise zerstört wegen eigener Säumnisse.
25Dies also ist gottgefällig zu erfüllen, und fromm ist zu leben.
26Denn einem klugen und verständigen Mann kann aus Mühsal
27viel Ruhmvolles erwachsen, und das Ansehen wird nie ihm vergehen.
28Wenn dagegen jedoch aus Vermessenheit seinen Verstand abirren lässt
29ein jetziger oder ein späterer Herrscher, eitel herumschwätzt
30und diese (Instruktionen) absichtlich durch eigenen Frevel meidet,
31dann soll sein Leben wanken, er sich Unglück auf Unglück gewinnen
32und, das Herz gequält von verderblichem Kampf und Klagen,
33er seinen Tag als Sklave verbringen in jammervoller Not
34und allem, was sonst noch den Sterblichen vom Schicksal ward durch die Gottheit;
35soll nie unter die Erde gelangen, da er nicht weiß, was der Toten Recht ist,
36sondern soll allseits ein Better werden, begierig, sich zu sättigen
37an Speise und Trank; unter Hunden aber sollen verteilt werden all seine
38Knochen und sein Fleisch, und unerbittliches Verderben wird er erfahren.
39Und nach ruhmlosem Tod zahlen ihre unbarmherzige Strafe
40er und sein Geschlecht vor dem unsterblichen König.
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